Der URANIA-Gedanke
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Die Anfänge des URANIA-Gedankens reichen in das 19. Jahrhundert zurück, als Wissenschaftler und Industrielle nach Formen suchten, Wissen auf populäre Weise dem Volke zu vermitteln. URANIA-Vereine entstanden in Berlin, Budapest, Wien und anderen großen Städten des In- und Auslands. Zu den berühmtesten Referenten gehörten Heinrich Hertz, Max Planck und Albert Einstein. Nachdem mit der Machtergreifung der Nazis 1933 auch die deutschen URANIA-Gesellschaften gleichgeschaltet wurden und nur noch ein kümmerliches Dasein fristeten, kam es 1953 in West-Berlin und 1954 in der DDR zu einer Wiederbelebung des URANIA-Gedankens – dort als Verein und hier als "Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse", die sich erst 1966 auf den traditionsreichen Namen URANIA besann. Obwohl genau so wie auch alle anderen Interessengemeinschaften in das politische System der DDR eingebunden, bot die URANIA genügend Freiraum für Referenten und Zuhörer, ihren eigenen Wissensinteressen nachzugehen. Darauf aufbauend, fanden sich nach der politischen Wende in der DDR Mitglieder der URANIA erneut zusammen, um unter dem traditionellen Namen weiter populärwissenschaftlich zu wirken.