Die Gläserne Manufaktur – ein Besuch in der Dresdner VW-SchmiedeTechnikgeschichte mit einem Ausblick in die nähere Neuzeit |
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Wir sahen wohldurchdacht beleuchtete Montage-Bänder in zwei Etagen der Gäsernen Manufaktur. In einer Minute sollten diese mit Fahrzeugen, zu montierendem Zubehör und
fleißigen Mitarbeitern 2 m bewegt werden. Es schien mir viel langsamer. Ein Monteur saß in einem Bentley und las wohl einen Elektro-Schaltplan wie einen ganz unbekannten (das ist
aber der Eindruck eines Laien). Der Besteller eines Fahrzeuges kann dieses während der Montage den ganzen Tag über am Band begleiten. Der Kunde darf auch während der Montage -
wie z.B. der Lenkung - mal selbst mit Hand anlegen, schrauben etc. (Für die Firmen-Qualitätssicherung kann das aber schon ein Problem bedeuten. Der Kunde lernt das ja nirgendwo).
Ein Fahrzeug, nach der Endmontage gestartet, fuhr etwa 30-40 m durch die Halle. Der Hallenfußboden hatte ganz verschiedene exotische Parkettfußböden. Jedem Fahrzeug folgte eine
Mitarbeiterin mit dem Wischeimer und -lappen wegen der stets gewünschten Sauberkeit des Parketts. Bei etwa 8000 Phaeton und 8000 Bentley (gegenwärtig jährlich) kann man nur
mutmaßen, wie lange dies das Spezial-Parkett wohl aushalten kann.