Der PENTA-CON 2007

Ein persönlicher Bericht des Hohlmann

Infolgedessen: subjektiv gefärbt als Veranstalter und jedweder Kritik schamlos ausgeliefert.


Unser Chef Ralf Petrus Krämer (in Nachfolge immer RPK) hatte den Palitzschhof schon relativ frühzeitig als CON-Ort eruiert und wir können durchaus sagen, dass es ein idealer Ort ist. Einen ganz idealen Ort mit noch besserer Verkehrsanbindung oder Umfeld gibt es eben kaum oder ist nicht erschwinglich.

Einige Gäste haben ein bisschen suchen müssen, schließlich ist der Hof zwischen den Hochgeschossern erst aus nächster Nähe zu sehen und wir haben es versäumt, ein paar Plakate, Hinweise oder so, in der Nähe anzubringen. Technisch kein Problem gewesen, aber als Einheimischer hat man da auch so ein Brett vor dem Kopf. Also Asche auf denselbigen und beim nächsten Mal …

Fakt ist, dass es eine hochkarätige Veranstaltung mit ebensolchen Gästen und Besuchern geworden ist. Wir hatten den Jahres-CON des SFCD an Land gezogen und langsam ist es ja so, dass der Science-Fiction-Club Deutschland nicht mehr händeringend nach einem Ort suchen muss, sondern eine gewisse gesunde Konkurrenz durchaus vorhanden ist.

Unser Hauptzugpferd, nämlich Prof. Dr. Herbert W. Franke, haben wir schon vor zwei Jahren gewinnen können. Damals war noch nicht klar, dass er im selben Zeitraum eine umfangreiche Personalausstellung zu seiner Computerkunst in Dresden haben würde. Und wenn man bedenkt, dass er im hohen Alter, als einer der vielleicht letzten Universalgelehrten (Kybernetiker, Höhlenforscher, Computerkünstler, Schriftsteller u. a.) ganz bescheiden und überaus publikumsnah bei uns geweilt hat, dann muss man einfach den Hut ziehen.

Dazu kamen freilich weitere Gäste, die alle einen Programmpunkt bestritten haben. Welche auch gut besucht waren. Es sind also wenige Gäste »weggelaufen«, was immer ein Problem eines CONs ist, zumal in einer solchen attraktiven Stadt wie Dresden. Sicherlich lag es ein wenig am Wetter und an dem Ort. Es war etwas aufwändig, in die Stadt zu kommen. Wir sind uns ebenso sicher, dass es auch an Verpflegungs-Chefin Juliane gelegen hat. Denn sie und die Helfer hatten es immer im Griff. Und wir haben, wie in Lübeck versprochen, mindestens eine Biersorte zu einem Euro da gehabt.

Weiterhin wurden in Dresden der diesjährige Kurd-Laßwitz-Preis verliehen. Eine undotierte Auszeichnung, die in einem aufwändigen Verfahren aus den Meinungen der Profischaffenden der SF ermittelt wird. Alle soweit bekannten Schriftsteller, Verleger, Grafiker usw. werden im Laufe des Jahres gebeten, die herausragenden  Werke zu küren.

Im Gegenzug dazu gab es noch den Deutschen SF-Preis, den der SFCD verleiht und der durch die Fans gewählt wird. Das Ganze ist mit einer durchaus erheblichen Geldsumme seitens Sponsoren bedacht und wir alle hatten den Eindruck, dass es beispielsweise Ulrike Nolte als Gewinnerin durchaus motiviert hat. Um weiterzumachen.

Es gab ein Echo in der Presse und als Abgesang gewissermassen sind wir am Montag mit allen, die noch ein wenig länger in Dresden geblieben sind, nach Morgenröthe-Rautenkranz gefahren und haben uns die neugestaltete Deutsche Raumfahrt-Ausstellung angesehen.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung und wir werden in zwei Jahren zwar nicht den SFCD-CON in die Stadt holen, den hat Schwerin in einer denkbar knappen Entscheidung gewonnen, aber immerhin wieder die Kurd-Lasswitz-Verleihung.

In dem Sinne: diesmal werden wir schon beizeiten die Plakate vorbereiten.


Carsten Hohlfeld  MdU

 

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