Eindrücke von der Nacht der Wissenschaft Dresden 2007 |
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Im Zeitalter verknappender Vorräte an Erdöl und damit steigender Benzinpreise erregte das Fahrzeug Sax 2 Aufmerksamkeit.
Versichern doch die Erbauer dieses Mini-Autos, nur 1 Liter
Kraftstoff auf einer Fahrstrecke von 1742 Kilometern zu verbrauchen. Freilich gelingt dies nur mit einem eigens dafür konstruierten Einmann-Fahrzeug. Das Chassis besteht aus leichtem, aber
festen Carbon-Verbundwerkstoff, das (einzige!) Hinterrad wird mit Hilfe eines Joysticks gelenkt. Die Fahrerposition ist fast liegend, um die Höhe des Fahrzeugs gering zu halten. Angetrieben
wird es durch einen Nabenmotor, der im Hinterrad angeordnet ist. Dieser wird mit Wasserstoff aus einer Brennstoffzelle betrieben. Er entwickelt dabei eine Leistung von 500 Watt (entspricht 0,67
PS) und bewegt das Fahrzeug mit maximal 45 km/h. Natürlich ist so ein Fahrzeug für den öffentlichen Vekehr nicht geeignet, es würde auch wohl kaum Käufer finden.
Allerdings könnte das Auto der Zukunft den Wert als Statussymbol doch eher verlieren, denn durstige, wenn auch aufwendig gestylte Benzinschlucker dürften ihre beste Zeit bereits hinter
sich haben.
Das Fraunhofer Institut für Werkzeugmachinen und Umformtechnik (IWU) informierte die Besucher über ihre Experimentalplattform 3POD. Werkzeugmaschinen haben in heutiger Zeit eine Reihe
von Eigenschaften aufzuweisen, die über die Zerspanungsleistung weit hinausgehen. Konventionelle Reglen für die Entwicklung solcher Maschinen genügen den Anforderungen nicht mehr.
Hoher Wert wird heutzuage z.B. auf die besseren dynamischen Eigenschaften besonders im Hinblick auf den Leichtbau, Kompensation statisch und thermisch verursachter Versetzungen,
Schwingungsdämpfung und -entkopplung gelegt. Auch die Geräuschminderung ist wichtig. Sensoren sollen diese Einflüsse aufnehmen und sofort an die Aktoren weiterleiten.
Erreicht wird
das durch die Kombination von Sensor-Aktorsystemen mit neuartigen passiven Werkstoffe wie Metallschäume und Faserverbundwerkstoffe. Die neue experimentelle Plattform 3POD ist eine modulare
Parallel-Kinematik-Prüfbank für die x-y-z-Bewegung des HSC-Fräskopfes. Ein charakteristisches Merkmal des 3POD ist die Verwendung von drei verschiedenen Stäben mit vollkommen
verschiedenen Charakteristika. Im Gelenkstab 1 sitzt der gesamte Antrieb mit der Vorschubachse (Rollengewindetrieb) zwischen zwei Kreuzgelenken. Der Stab 2 enthält den Hohlwellenmotorantrieb
(Kugelgewindetrieb mit angetriebener Mutter), der Stab 3 hat eine konstante Länge und ist mit einem Kreuzgelenk am Maschinenrahmen verbunden. Er wird am Fußpunkt linear bewegt, in
vertikaler Richtung angetrieben durch einen Linearmotorantrieb.